Wohnen

Aus dem Elternhaus ausziehen ist ein gewaltiger Schritt für einen Menschen mit Behinderung: die Wohnung, das Wohnumfeld, die Mitbewohner und die Betreuung müssen stimmen, damit ein neues Zuhause, in dem man sich wohlfühlt, entsteht. Die Wünsche sind unterschiedlich: allein, als Paar, als Familie, als Wohngemeinschaft zu zweit, zu dritt, zu viert oder zu fünf, in einem Haus mit Garten in einem ruhigen Wohnviertel, in einer Wohnung in der Stadtmitte. Immer wird versucht, die Wunschvorstellungen zu realisieren. Freundliche Nachbarn und Betreuer, die man mag, gehören dazu, wenn man, um seinen Alltag bewältigen zu können, auf die Unterstützung und Betreuung durch andere Menschen angewiesen ist.

Wohnbetreuung ist mehr als ein Job. Erwachsene Menschen so zu begleiten und zu fördern, dass sie ihre Fähigkeiten erweitern oder beibehalten, aber Hilfe und Unterstützung zu gewähren, wo immer es notwendig ist, ist eine verantwortungsvolle, anstrengende und anspruchsvolle Aufgabe. Vertrauensvolle Beziehungen zwischen dem behinderten Menschen und seinem Betreuer sind die Basis dieser Zusammenarbeit.